07. Oktober 2020

Vertreterversammlung der VR Bank für das Geschäftsjahr 2019

Sauerlach – Sehr gute Zahlen in einem ungewohnten und doch sehr persönlichen Rahmen: Die VR Bank München Land eG hielt ihre Vertreterversammlung für das Geschäftsjahr 2019 unter besonderen Auflagen im Landgasthof Schmuck in Sauerlach-Arget ab. Die Vorstände Andreas Müller und Robert Oberleitner zogen für das Geschäftsjahr 2019 eine positive Bilanz. Ob dieser Kurs sich vor dem Hintergrund der Corona-Krise für 2020 so halten lässt, darüber konnten beide noch keine finale Aussage treffen.

Im Geschäftsjahr 2019 hat die VR Bank München Land eG ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr um 128 Millionen Euro auf 2,143 Milliarden, die Kundeneinlagen um rund 125 Millionen Euro auf 1,731 Milliarden und das Kreditgeschäft zog um 108 Mio. Euro auf 1,777 Milliarden an. Auch die Zahl der Mitglieder ist gestiegen, auf jetzt 26.371. „Ein gutes Geschäftsjahr, da sind wir stolz drauf“, sagen die Vorstände Andreas Müller und Robert Oberleitner. Auch darauf, dass die VR Bank alle ihr anvertrauten Kundengelder als Kredite in die Region vergeben hat. „Kredite für die Heimat“ nennen die Vorstände das.

Bei der Verwendung des Jahresüberschusses ist im Normalfall die Ausschüttung einer Dividende an die Mitglieder vorgesehen. Aufgrund des guten Jahresergebnisses und der Eigenkapitalausstattung wäre die VR Bank auch in der Lage gewesen, zeitnah eine angemessene Dividende auszuschütten. In diesem Jahr folgt die VR Bank jedoch der Empfehlung von BaFin und EZB, die angesichts der Corona-Krise und der prognostizierten tiefen Rezession die Bitte formuliert haben, in dieser ungewissen Situation keine Dividende auszuzahlen, sondern die Eigenkapitalsituation weiter zu stärken. Damit wollen BaFin und EZB vorsorglich erreichen, dass die Banken in Europa Gewinne aus dem Jahr 2019 verwenden können, um - wie die EZB schreibt - coronabedingte Kreditausfälle besser ausgleichen zu können. Banken sollen damit gestärkt werden, um die Kreditvergabe an Privatpersonen und Unternehmen zu gewährleisten. Hier trägt die VR Bank der Notwendigkeit Rechnung, dass den Banken in der Bewältigung der Krise eine zentrale kreditwirtschaftliche Aufgabe zukommt. Die Vertreterversammlung hat diesem Dividendenverzicht einstimmig zugestimmt.

Ebenso einstimmig verlief das Votum, den Platz vom langjährigen Aufsichtsrat Franz Humplmair, der im letzten Jahr leider verstorben ist, in dem Gremium nicht neu zu besetzen. Dies ist möglich, da die Zusammensetzung im Aufsichtsrat in der geforderten Kompetenz aktuell ausreicht. Von der Vertreterversammlung einstimmig in den Aufsichtsrat wiedergewählt wurden Brigitte Koch und Marc Rosendahl, der aktuell auch das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden bekleidet.

Und dann gibt es da noch die aktuelle Aktion „50 000 Euro Heimathilfe“, mit der die Bank Vereinen und Organisationen während der Pandemie hilft. Vielen sind Einnahmequellen wie Vereinsfeste weggebrochen. Aktuell erleben soziales Engagement und die Verbundenheit mit der Region einen ganz neuen Stellenwert. Hier zeigt die die langjährige Stärke der regional verwurzelten Genossenschaftsbank. Knapp 175.000 Euro Spendengelder flossen im vergangenen Jahr an Vereine und Institutionen in der Heimat.

Vertreterversammlung der VR Bank für das Geschäftsjahr 2019
Die VR Bank hielt ihre Vertreterversammlung trotz Corona in einem persönlichen Rahmen ab. An dem Abend wurden Brigitte Koch (Mitte) und Marc Rosendahl (zweiter von links) für eine weitere Amtszeit in den Aufsichtsrat der Bank wiedergewählt. Die Vorstände Robert Oberleitner (links) und Andreas Müller (zweiter von rechts) stellten das Zahlenwerk der VR Bank vor. Und GVB-Wirtschaftsprüfer Dr. Philipp Roeckl (rechts) testierte der Vertreterversammlung den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach der Prüfung durch den Genossenschaftsverband Bayern.